Geschichte

Geschichte der Kompanie

Bereits am 24.07.1921 beantragen einige außerhalb des Ortskerns wohnhafte Schützen, für den Bereich Dorfstr., Sandberg, Mastbruch, Thune und Sennelager eine Kompanie zu gründen. Dieser Antrag sollte von einer Kommission geprüft werden. Am 31.07.1921 entwickelte sich wieder eine lebhafte Diskussion zum Thema ,,Gründung von Kompanien". Der Gesamtverein hatte inzwischen 493 Mitglieder. Am 09.10.1921 wurde der Antrag mit 63 zu 23 Stimmen abgelehnt. Aber der Vorstand hatte in der folgenden Zeit zu entscheiden, ob es bei dieser Ablehnung bleiben sollte. Am 01.11.1924 entschied sich der Vorstand mit 13 zu 1 Stimmen für die Gründung von drei Kompanien, weil die Mitgliederzahl weiter anstieg. Die Hauptversammlung stimmte dem Beschluss zu. Die Schützen, die außerhalb des Ortskerns wohnten, versammelten sich in der Nachtigall am 16.11.1924, gründeten die Kompanie und entschieden sich bei der Namensfindung nach mehreren Vorschlägen für ,,Hatzfelder-Kompanie".

Erster Hauptmann wurde Heinrich Timmerberg, ein Schütze mit Leib und Seele bis ins hohe Alter hinein. Er gehörte später zur ,,Speerspitze" des BSV, als die Nationalsozialisten ab 1935 mit allen Mitteln den Verein für ihre Zwecke ,,gleichschalten" wollten.

Von Ihm stammt auch ein Ausspruch, der in der oft ausweglosen Situation getan wurde: ,, Wat ist dütt dan, Tell?, da is´n Rühen, ower süs nix!" (Gemeint war der schon existierende Schützenverein ,,Tell", dessen Übernahmeabsichten unseren älteren Schützenbrüdern noch bekannt sind.)


Die Geschichte der Kompanie im Zeitraster

Wann  Was 
1924  Gründungsversammlung im Waldhotel Nachtigall. Schützenkönig Heinrich Timmerberg, erster König der Kompanie  
1925  Gründung der Sterbekasse, die manche Not in dieser Zeit lindern half. Arnold Busch wird Schützenkönig und zweiter König aus den Reihen der Kompanie.  
1927  Feier eines Balles in der Nachtigall im Schützenrock. Zur Deckung der Kosten sollen Blumen zum Preise von 0,50 RM verkauft werden. Der Mitgliederbestand war auf 167 Schützen angewachsen 
1928  Im Protokoll taucht die Planung eines Ausflugs auf. Bierpreis 0,15 RM pro Glas, Alten Korn 0,10 RM pro Glas, Knackwürste 0,40 RM pro Paar incl. einem Brötchen. Konrad Mersch wird Schützenkönig und dritter König aus den Reihen der Kompanie.  
1930  Graf Zeppelin überquert Neuhaus. Ein Anlass, das erste Freibier auf das Wohl des Luftschiffes zu trinken. Konrad Westerwinter wird Schützenkönig und vierter König aus den Reihen der Kompanie.  
1931  Schützenbruder Josef Puls wird beim Ausflug zum Unteroffizier ernannt. Sein Kommentar: Seinen Dienst als Nachtwächter könne er auch ohne Beförderung versehen. 
1932  Es wird ein Antrag gestellt, dass der Vorstand ohne Versammlungsbeschluss nicht mehr als 10,00 RM ausgeben darf.  
1933  Das Protokoll verweist auf drei Versammlungen. Ein Ausflug fand nicht statt. 
1934  Im Protokoll findet sich der erste Hinweis auf Frühstücksfrauen. 
1935  Die politischen Einflüsse machen sich bemerkbar. Es finden nur zwei Vorstandssitzungen und eine Versammlung statt. Anton Brechmann wird Schützenkönig und fünfter König aus den Reihen der Kompanie.  
1936  Phillip Mersch klettert als Zapfer beim Zapfenstreich auf die erste Stufe der Karriereleiter. Heinrich Merschmann wird Schützenkönig und sechster König aus den Reihen der Kompanie.  
1937  Hier hört die Vorkriegsgeschichte auf. Der letzte Eintrag im Protokoll verzeichnet den Einzug der Kasse durch die Nationalsozialisten. 
1948  Die Hatzfelder Kompanie stellt mit Josef Bökamp den achten König aus ihren Reihen und ersten nach dem 2.Weltkrieg. Es wurde mit Armbrust geschossen.  
1949  Hermann Merschmann wird Schützenkönig. Neunter König aus Reihen der Kompanie. 
1950  Die Sterbeumlage wird wieder eingeführt. Schützen über 80 Jahre sollen vom Beitrag befreit werden. 
1951  Erste Fronleichnamsprozession im Mastbruch.  
1952  Das gesamte Bataillon trat zur Grundsteinlegung der Mastbruchkirche an. Anton Husemann wird Hauptfeldwebel. Eine Verlosung für den Bau der Pfarrkirche erbringt einen Reinertrag von 447,25 DM.  
1953  40-jähriges Jubelfest des Bataillons. Die Kompanie stellt alle drei Prinzen, Kronprinz Fritz Münster, Apfelprinz Stefan Hüwelhans, und Zepterprinz Heinz Frischemeier 
1954  Heinrich Kemper wird Schützenkönig. Zehnter König aus Reihen der Kompanie. 
1955  Philipp Mersch wird Schützenkönig. Elfter König aus Reihen der Kompanie. Lothar Brust wird Zepterprinz. 
1956  Josef Merschmann wird Kronprinz. 
1957  Hauptmann Heinrich Timmerberg tritt nach 33 Dienstjahren zurück. Sein Nachfolger wird Philipp Mersch. Die Kompanie wird in zwei Züge geteilt. Der Hauptfeldwebel führt das ,,Katerfrühstück" ein. Willi Steffens wird Schützenkönig. Zwölfter König aus Reihen der Kompanie. Mit Ferdi Kruse stellt die Kompanie wieder den Kronprinz.  
1958  Die Kompanie stellt zwei Prinzen, Manfred Räßler Kronprinz und Franz Kruse wird Apfelprinz.  
1959  Die Kompanie stellt wieder alle drei Prinzen. Franz-Egon Linde Kronprinz, Konrad Eusterholz Apfelprinz und Konrad Bade Zepterprinz.  
1960  Gesamtstärke der Kompanie 305 Mitglieder 
1961  Die Mitglieder der Kompanie lehnen eine Beitragserhöhung von 7,00 DM auf 10,00 DM ab. Gustav Schrümann wird Kronprinz und Herbert Westerwinter Zepterprinz.  
1962  Die Kompanie stellt mit Horst Neugebauer den Apfelprinzen. Königin aus dem Kompaniebereich wurde Frau Edeltraud Peitzmann. 
1963  Unser verdienter Küchenfeldwebel Lothar Brust taucht das erste Mal mit einem Gulasch in der Chronik auf. Gunter Füchtjohann wird Kronprinz. 
1964  Auch hier gab es beim Schützenfrühstück schon Probleme mit der Bestuhlung. 
1965  Anton Husemann löst Philipp Mersch ab. Walter Raeder übernimmt den Posten des Hauptfeldwebels. Philipp Mersch wird Ehrenhauptmann. Anton Hennemeier wird Schützenkönig. Dreizehnter König aus Reihen der Kompanie. Kurt-Josef Schäfers wird Apfelprinz. Der erste Familienausflug nach dem Krieg findet statt.  
1966  Bei Königin Lucie Gerken findet das erste Biwak statt. Eine Kompaniefahne soll angeschafft werden, ein Fond wird gegründet. 
1967  Die neue Fahne wird der Kompanie zum Biwak übergeben. Robert Flüter wird Zepterprinz.  
1968  Der Hatzfelder Marsch wird beim Schützenfest uraufgeführt. Die Kompanie stellt mit Johannes Fortstroer den Kronprinzen und mit Franz-Josef Rebbe den Zepterprinzen. 
1969  Einführung des Kompanieverdienstordens. Rainer Dettenberg wird Kronprinz. 
1970  Heinz Kemper wird Oberstleutnant und König der Bruderschaft. 14. König aus Reihen der Kompanie. 
1971  Gründung der Residenz Kompanie 
1972  Hans Günter Holtgrewe wird Bundesprinz. Der 3.Zug wird gegründet. 
1973  200 Bundeswehrrekruten werden für die Vereidigung im Hatzfelder Bereich untergebracht  
1974  Franz Josef Schäfers wird Schützenkönig. 15. König aus Reihen der Kompanie. 
1975  Berni Husemann wird neuer Spieß und Walter Raeder Zugführer des 2.Zuges. Walter Raeder wird Schützenkönig. 16. König aus Reihen der Kompanie. Mit Dieter Worrach stellt die Kompanie den Kronprinz. 
1976  Das dritte Königsjahr beginnt, Heinz Post wird König der Bruderschaft. 17. König aus Reihen der Kompanie. Winfried Worrach trift die Krone und tritt die Nachfolge seines Bruders Dieter an. 
1977  Bundesfest in Paderborn. Die Zepterprinzenwürde errang Franz Peitz. 
1978  Das Kompaniezelt wird fertig gestellt und von Pfarrer Schmidt geweiht. 
1979  Plötzlich und unerwartet verstirbt, während seiner Amtsperiode, Spieß Berni Husemann, Hauptmann Anton Husemann tritt vom Amt zurück. Heinz Stamm wird neuer Hauptmann. Christopher Moore sichert sich die Krone. 
1980  Das Protokoll verzeichnet, über 100 Schützen nehmen an der Prozession zu Fronleichnam in Mastbruch teil. Gustav Schürmann sichert sich zum zweiten Mal die Kronprinzenwürde. 
1981  Die Kompanie nimmt am Schützenfest Sennelager auf Einladung von Hans Glas teil. Das erste Behindertenfest wird vorbereitet. Der Spieß Heribert Hölscher erkrankt, die Aufgaben werden vom Vizespieß Jochen Hoppe übernommen. Roger Neuss wird Zepterprinz. 
1982  Im März beginnen die Arbeiten am ,,Hatzfelder Haus", das nach erfolgreicher Arbeit am 12.10. seiner Bestimmung übergeben wird. Der 1. Und 2. Zug feiern 25-jähriges Jubiläum. Der 3.Zug feiert sein 10-jähriges Bestehen.  
1983  Auf Anregung von Heinz Stamm wird die Fahnenschwenkergruppe gegründet. Franz Peitz wird Apfelprinz. 
1984  Die Kompanie feiert ihr 60-jähriges Jubiläum. Mit dem 100.Schuß schoss Willi Steffens den Vogel ab und wurde zum 1. Kaiser des BSV ausgerufen. 18. König aus Reihen der Kompanie.  
1985  Hauptmann Heinz Stamm feiert sein 60.Geburtstag. 
1986  19. König in der Geschichte der Hatzfelder Kompanie wird Gerhard Plass und Uwe Stammen Zepterprinz 
1987  Anlässlich des Biwak wird die neue Kompaniefahne eingeweiht. 
1988  Jungschützenabteilung gewinnt das Fußballturnier der Residenz Kompanie  
1989  Heinz Stamm wird Ehrenhauptmann. Jochen Hoppe wird neuer Hauptmann, Gerhard Plass neuer Spieß. Am 29.04. verstirbt Ehrenhauptmann Heinz Stamm. Werner Burghardt sichert sich die Zepterprinzenwürde. 
1990  Werner Mersch setzt die Familientradition fort und wird als Bierfeldwebel Nachfolger seines Vaters Heinz. Neuer kommissarischer Spieß wird Konny Wendel. Die Kompanie feiert ihr 25.Biwak  
1991  Konni Wendel wird neuer Spieß. Unser ,,Hatzfelder-Karnevals-Präsendent" Wolfgang Wutke stirbt plötzlich und unerwartet. Wilfried Kersting wird Kronprinz. 
1992  Der 3.Zug feiert im Bürgerhaus sein 20-jähriges Jubiläum. Josef Merschmann wird zum Ehrenoberleutnant ernannt. 
1993  Willi Bunse wird neuer Hauptmann, Dieter Olmer neuer Spieß. Heribert Hölscher wird neuer Zugführer des 3.Zugs. Die Fahnenschwenker feiern 10-jähriges Jubiläum. Olaf Pippert wird Kronprinz. 
1994  Mit dem 145.Schuß wird Bernhard Temme neuer König. 20. König aus Reihen der Kompanie. Ebenfalls im Hofstaat Dirk Reinhardt (Krone) und Peter Hucht (Apfel). 
1995  Diözesanbundesmeister Heinz Kemper stirbt. Das Bataillon ist Gastgeber des 53.Bundesfestes. Ludger Mono wird als Zugführer des 3.Zuges Nachfolger von Heribert Hölscher.  
1996  Willi Bunse wird neuer Oberst. Sein Nachfolger als Hauptmann wird Dieter Olmer in der Versammlung am 03.Mai. Neuer Spieß wird Markus Alberti. 1000 Schützen übernehmen den Ordnungsdienst beim Papstbesuch  
1997  Der 3.Zug feiert sein 25.jähriges Jubiläum. Nach 15 Jahren wird der Pachtvertrag für das ,,Hatzfelder Haus" nicht mehr verlängert. Udo Schulze übernimmt das Amt von Robert Flüter als Zugführer des 1.Zuges und wird Apfelprinz  
1998  Mit nur 2 Gegenstimmen wird Dieter Olmer in seinem Amt bestätigt und führt die Kompanie über die Jahrtausendwende. Jochen Hoppe rückt ins Bundespräsidium auf und wird stellv. Bundes- schatzmeister. Aus den Reihen der Hatzfelder Kompanie wird Hans Günter Holtgrewe 21. König im Bataillon. Klaus Dieter Nickel wird Apelprinz.  
1999  Die Hatzfelder Kompanie feiert ihr 75-jähriges Jubiläum. Ludger Mono legt sein Amt als Zugführer des 3. Zuges nieder. Als sein Nachfolger wird Werner Brenke gewählt. Für den nicht mehr zur Wahl stehenden Schriftführer Anton Lause wird Klaus-Dieter Nickel gewählt.  
2000  Dieter Olmer wird in der Versammlung am 22.01. in seinem Amt bestätigt. Ludger Mono wird zum Verwaltungsoffizier gewählt und nimmt auch die Aufgabe des stv. Hauptmann war. Karl Vollstedt wird Kronprinz. 
2001  Anton Lause stellt sich, nach 13 Jahren Schriftführer der Kompanie, nicht mehr zur Wahl. Als sein Nachfolger wird Klaus-Dieter Nickel gewählt. 
2002  Ehrenhauptmann Anton Husemann verstirbt nach langer Krankheit am 08.04. Karl Vollstedt wird nach einem zähen Ringen mit dem 224. Schuss neuer König. 22. König aus Reihen der Kompanie. Die Kompanie ist mit einer eigenen Hompage im World Wide Web vertreten.  
2003  Joachim Jürgens wechselt, nach 10 Jahren als Kompaniekassierer, in den Bataillonsvorstand. Seine Nachfolge tritt Olaf Pippert an. Die Kompanie stellt mit Torsten Fortströer (Krone), Andreas Koch (Apfel) und John Hake (Zepter) alle drei Prinzen.  
2004  Hauptmann Dieter Olmer wird wieder gewählt, er beginnt seine fünfte Amtsperiode. Willi Hallmann übernimmt die Führung der Sterbeumlage. Beim Vogelschießen hatten die Bewerber kein Glück, die Kompanie stellt in diesem Jahr keinen Würdenträger.  
2005  Der 3. Zug feiert seinen Schützenfestausklang zum 30. mal bei Schützenbruder Herbert Protte im Garten. Am 19.11.2005 wird Rudi Paul achter Zugführer des 3. Zuges. In diesem Jahr keinen Würdenträger.  
2006  Hauptmann Dieter Olmer wird wieder gewählt und beginnt seine sechste Amtsperiode. Hans Günter Berhörster, als Verwalter des Kompanieinventars, wird nach fast fünfundzwanzig Jahren Vorstandsarbeit in den "Schützenruhestand" verabschiedet. Sein Nachfolger wird Volker Kuhlmann. Oberst Willi Bunse stellt sich nach zehn jähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl, er wird von seinem Nachfolger Michael Pavlicic zum Ehrenoberst ernannt. Ferdi Wilks erringt die Zepterprinzenwürde. 
2007  Die Kompanie stellt mit Mario Diekneite wieder den Zepterprinz. Im Juni feiert der 1. Zug sein 50 jähriges Bestehen. Der Zugführer des 1. Zuges Udo Schulze stellt sich nach 10 Jahren nicht mehr zur Wahl, sein Nachfolger wird Alfons Schäfer. 
2008  Hauptmann Dieter Olmer, Verwaltungsoffizier Ludger Mono und Vizespieß Klaus Geesmeier werden mit großer Mehrheit für zwei Jahre wiedergewählt. Mit Ricardo Rodloff sicherte sich die Kompanie die Kronprinzenwürde. Bewegung gab es im Vorstand des 1. Zuges, Andre Trautmann stellte sich nach 12 Jahren nicht mehr zur Wahl, sein Nachfolger als Zugfeldwebel wurde Karsten Koch. Thomas Brüseke wurde zum stellv. Zugfeldwebel gewählt. 
2009  Markus Alberti stellte seinen Posten als Spieß nach 13 Jahren zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Klaus Geesmeier-Wojtczak. Zum Vize-Spieß wurde Frank Rohde gewählt. Mit Karl Vollstedt, Oberstleutnant, und Günter Protte, stellv. Schatzmeister, konnte die Kompanie wieder zwei Posten im geschäftsführenden Bataillonsvorstand besetzen. Mit Christian Peckelsen stellt die Kompanie den Apfelprinzen. 
2010  Hauptmann Dieter Olmer wird für drei Jahre wieder gewählt, und beginnt seine achte Amtsperiode. Er gehört neben Heinrich Timmerberg (33 Jahre) und Anton Husemann (14 Jahre) zu den dienstältesten Hauptleuten der Kompanie. Am 01. April übernimmt der Verein "Schützenhaus Hatzfelder-Kompanie" die ehemalige Gaststätte Waldschänke (Busch im Busch) von Carola Busch.  
2011  Beim Vogelschießen am Schützenfest-Montag hatte Manfred Jasper kein Schussglück, König wurde Raimond Leiwen von der Schloss-Kompanie